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Ausstellung von Michèle Maria Landezki und Manuele Klein

  Pressemeldung Kölner Stadt - Anzeiger


Michèle Maria Landezki

Manuele Klein

Urformen in Mischtechnik

Zwei ganz unterschiedliche Künstlerinnen haben sich zu einer Ausstellung zusammengefunden - dennoch gibt es in ihrer Arbeit Berührungspunkte.

VON JUTTA-EILEEN RADIX

Overath - Michèle Maria Landetzki und Manuele Klein arbeiten sehr unterschiedlich, doch gemeinsam ist ihnen eine spirituelle Komponente in ihren Sujets. Landezki, 1950 in Eschweiler geboren, studierte Sozialpädagogik/Erwachsenenbildung und arbeitete zwölf Jahre lang in Frauenschutzhäusern, bevor sie sich als frei arbeitende Künstlerin selbständig machte. Sie zeigt in der Overather Galerie "Rahmenecke" Mischtechnik und Wachs, hat für die Ausstellung eigens kleinere Formate ihrer großen, haptisch ansprechenden Bilder zur Verfügung gestellt. "Ich nutze für diese Arbeit ein altbekanntes Werkzeug der Frauen - das Bügeleisen", sagt die Künstlerin. Sie bügelt die Zutaten ihrer Werke in Form, schmilzt Wachs zusammen mit Sand, Pigmenten, Spuren von Gold und bettet sie in die Ordnung archaischer Formen.

Spirale, Spitzoval, Lebensrad oder Krug sind für Landezki solche Urformen, die seit Jahrtausenden symbolischen Charakter haben. Die Triptychen - wie beispielsweise "Kraft der Erde" sind auch ein markantes Element der Arbeit Landezkis: "Die drei ist eine magische Zahl, schon immer haben Menschen mit ihr etwas Heiliges ausgedrückt, und ich empfinde diese Dreiteiligkeit auch in meiner Kunst." Gestalt gewinnen die Wachsformen durch in Mischtechnik gestaltete Flächen, deren Oberfläche ebenfalls zur Berühung einzuladen scheint. Landezki, die auf einem Forstbetrieb in Overath-Marialinden lebt und arbeitet, will diese Berührung beim Betrachter auch durchaus zulassen. Immer stärker, sagt die Künstlerin, gehe ihre Arbeit in die Dreidimensionalität, Skulpturen seien ein Projekt, das sie ebenfalls verfolge. Die Phantasie des Betrachters regen Bildtitel wie "Rosenmond" oder "zaubernder Geist" noch weiter an.

Manuele Klein ist die zweite Künstlerin, die Galerie-Inhaberin Cornelia Heinz für die Ausstellung gewinnen konnte. In Bensberg geboren, gründete und führte die Künstlerin fünf Jahre "Die weiße Galerie" in Bonn. Ihre Ausbildung erwarb sie am Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie in Bochum. Wie Landezki ist auch Klein im Kulturforum Overath engagiert, dort lernten sich die beiden Künstlerinnen kennen und freundeten sich an.

Manuele Klein arbeitet in Mischtechnik mit Papier, auch ihre Oberflächen muten haptisch an. Ihre Urform ist die Kugel, ein Symbol für die Unendlichkeit. Mal ist sie auf der Leinwand ganz zu sehen, mal erscheint sie, mal entschwindet sie dem Betrachter. Und immer ist es das Wechselspiel von Licht und Dunkelheit, das die Künstlerin in ihrer "Atmosphäre"-Bildreihe darstellt. "Es ist die Auseinandersetzung zwischen zwei Kräften", beschreibt Klein ihre Arbeiten. "Helligkeit bedeutet Freiheit, und das Dunkel ist ein kraftvolles." Eine prozesshafte Atmosphäre ergeben die Bilder Kleins, Licht und Dunkel umspielen einander und konkurrieren um die Vorherrschaft. "Letztendlich aber gewinnt immer das Licht", erläutert die Künstlerin. Nicht nur die Kugel ist ein Symbol der Unendlichkeit, auch die Farbabstufungen von Hell nach Dunkel sind ein unendlich wiederkehrender Dialog zwischen zwei Kräften. Die Papierstrukturen geben den zartfarbenenen Bildern zusätzliche Tiefe und Form.

Die Ausstellung mit Bildern von Manuele Klein und Michèle Maria Landezki ist noch bis zum 7. Mai in der Galerie "Rahmenecke", Hauptstraße 35 in Overath zu sehen. Die Galerie ist dienstags bis freitags von 9.30 bis 12.30 Uhr und von 15 bis 18 Uhr geöffnet, mittwochs nur von 9.30 bis 12.30 Uhr und samstags von 9.30 bis 13 Uhr.

Manuele Klein (links) und Michèle Maria Landezki stellen in der Overather "Rahmenecke" gemeinsam aus. BILD: ROLAND U. NEUMANN

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